IM Western Australia – The Odds

Das Wettgeschäft ist kein kleines im Land where beer does flow and men chunder . Vom Melbourne Cup , einem Pferderennen, währenddessen das Land stillsteht und die Vorberichterstattung darüber, wer welchen Hut und welches Kleid tragen wird, wochenlang sämtliche TV-Formate füllt, bis zum Sieger des nächsten Dart-Turniers kann auf alles und jeden gewettet werden. Die größten Favoriten für den Ironman W.A. am Sonntag sind klar Patrick Vernay (Vorjahressieger), Luke Bell, Scott Neyedli, Pete Jacobs (9. gesamt und mit 2:41 h schnellster Läufer in Kona 2010), Courtney Ogden und Matty White (Sieger beim HIM Port Macquarie Ende Oktober). Also auch in Abwesenheit von Tim Berkel und Jason Shortis wird es hier durchaus flott zur Sache gehen.

Mal sehen, wie es mir gehen wird. Das Rennen wird ein wenig ein Versuchsballon werden, da ich es vorwiegend aus dem normalen Training heraus bestreiten werde. Anfang Dezember in Hochform zu sein ist für einen Europäer alles andere als ratsam, vor allem aber bin ich ja an die Gold Coast gegangen, um gut zu trainieren und hauptsächlich am Schwimmen zu arbeiten. Nicht selten litt ich nach den Schwimmeinheiten an akuter Panitis, sodass die Qualität im Radtraining öfters etwas gelitten hat. Laufen geht überhaupt erst seit einem Monat wieder, nachdem mir die chronisch entzundene nach der Double Olympic Distance ÖM endgültig was gehustet hat.

Paradoxerweise fühle ich mich aber ganz ok. Klar, ich bin nicht so hungrig auf 226 km im Transzendental-Bereich wie etwa vor Hawaii, aber die Form ist nicht einmal schlecht. Ich vermute, dass mir das viele harte Schwimmtraining eine gute Laktattoleranz und verbesserte VO2max (auch wenn diese nur minimal veränderlich ist…) ermöglicht hat. Erwiesen ist jedenfalls, dass harte Belastungen einen Hypertrophiereiz auf das Herz bewirken, vielleicht hat es mir dadurch etwas die Herzfrequenz nach unten gesetzt. Ich bin jedenfalls gespannt, was die Radform macht. Da muss ich mich vollends auf die Grundlage und ein wenig K3-Kraftausdauer verlassen, denn intensive Reize und Vorbereitungsrennen hatte ich nicht.

Am verblüffendsten ist jedoch der Laufspeed: Ich *kann* nicht langsamer als 4:30/km laufen, es würde sich einfach nicht rund anfühlen. Die Grundlageneinheiten bin ich allesamt irgendwo zw. 4:05/km und 4:25/km gelaufen, je nach Dauer und Vorbelastung im Becken. Einziges Sorgenkind sind die fehlenden Laufkilometer. Nachdem ich lange nicht laufen konnte, musste ich in Windeseile den Spagat zwischen „nicht sofort wieder übertreiben“ und den nötigen Umfangskilometern schaffen. Fazit: Nach der ersten 30minütigen Einheit kam ich nach Hause und fühlte mich wie nach einem 2,5 h Lauf. Dann kam langsam die Adaption und die nächste Stufe: 45 min. Ging 30 min gut, dann wurde die Muskulatur schlapp.

Dieses Spiel habe ich dann sukzessive mal auf 60, später auf 90 min ausgebaut. Jedes Mal, wenn ich die bisher gelaufene Zeit überschritten hatte, gings bergab. Nach der ersten 1,5 h Einheit probierte ich sogleich 2 h zu laufen, das Ergebnis war eher besch…eiden. Der zweite Zweistünder dafür war dann wiederum echt ok mit 4:20/km Schnitt. Auch die Intervallzeiten der zwei Bahneinheiten, die ich noch irgendwie untergebracht habe, waren in Anbetracht der Umstände echt ok. Nur ist es eben fraglich, ob die Muskulatur (v.a. der Quadriceps) volle 3 h durchhalten, zumal nach einem kleinen Radausflug durch West-Australien.

Somit bleiben mir für Sonntag zwei Szenarien: Ich laufe den Marathon in maximal 2:00 und breche auf diesem Wege den Marathon-Weltrekord. Oder ich packe mir geistig ein Paar Wanderschuhe für den zweiten Halbmarathon ein.

Verfolgen könnt Ihr den ganzen Spaß inkl. Athlete Tracking, Live-Ticker, Video, etc. wie gehabt auf Ironman-Live . Ich werde mich mit der Startnummer #35 ins Getümmel werfen.

Ebenfalls Daumen-Halten heißt es für meinen Kumpel Peter Resch - die Sub-10 werden fallen, soviel ist sicher! Mir dürft Ihr wünschen, dass die kalten Temperaturen, der Wind und der Regen wie durch ein Wunder verschwunden sein werden. Ihm, dass es so bleibt.

Cheers, I’m outta here!

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3 Antworten zu IM Western Australia – The Odds

  1. streetfighter schreibt:

    alles gute euch beiden. peter wünsch ich sub10. und dir auch :)

  2. mment schreibt:

    Viel Glück Rocco!
    Und schon mal gratulation zum WordPress Blog, viel besser!

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