Tage der Wahrheit: Einzelzeitfahren

Seit heute darf ich mich offiziell als Bezwinger von Faris Al-Sultan bezeichnen: Sieg beim 40 km Einzelzeitfahren!

Bereits 2009 konnte ich in den Genuss des EZF-Sieges kommen, noch dazu im direkten Anschluss an den Gewinn des „Last-Man-Standing“-Awards bei der Nacht der Athleten einige Stunden zuvor. 2010 durfte und konnte ich mich nicht ausbelasten, war ich doch erst einen Tag zuvor vom IM Südafrika zurückgekommen. Faris gewann mit neuer Bestzeit im Stübingtal, und ich weiß nicht, ob ich ihn auch in Top-Form hätte schlagen können.

Heuer auf neuer, flacher und nun auch echte 40 km langer Strecke sollte also endlich die Wahrheit ans Licht kommen. Das Simplon Mr. T geladen und entsichert, das Xentis Mark 1 TT mit neuen Reifen bestückt, Helm und Rad fertig foliert – am Material sollte es also nicht scheitern.

Die Strecke war eine 5,3 km Pendelstrecke inkl. Tunnel, die es viermal hin und retour zu befahren galt (die letzte Runde wurde also nicht bis zum Schluss gefahren). Wind und Höhenmeter fielen zwar christlich aus, aber die Wenden haben den km/h-Schnitt leider etwas gedrückt. Meine 45 km/h finde ich aber trotzdem oder gerade deshalb alles andere als schlampig. Mit der Endzeit von 53:44 lag ich genau 1:00 vor Swen Sundberg und 2:04 vor Faris Al-Sultan.

Im Gesamtklassement habe ich mich damit schlagartig nach vorne katapultiert. Faris führt weiterhin, 20 Sekunden vor mir und weitere 15 Sekunden vor seinem Teamkollegen. Auf Platz Vier mit 2:45 Rückstand lauert mein Teamkollege Vincent Rieß, der immerhin schon 2009 gewinnen konnte und eine sehr niedrige 30er-Zeit angekündigt hat.

Zwei Dinge haben mich besonders gefreut: Zum einen die 320 W Schnitt über 40 km, die zeigen, dass im Training wieder ein wenig weitergegangen ist. Saubere, nachhaltige Entwicklung zahlt sich aus, auch wenn man nicht immer sofort messbare Resultate erzielt.

Zum anderen war es schon etwas Besonderes, vom Ironman-Weltmeister Gratulationen zu bekommen. Ist schon sowas wie ein Vorbild, und mit seiner authentischen Art und unverwechselbaren Marke quasi das strikte Gegenteil zu den vielen beliebigen, angepassten Pro-Athleten da draußen

Auch wenn ich jetzt in zwei Disziplinen neue persönliche Bestleistungen aufstellen konnte und diesen Trend morgen beim 10.000 m Lauf hoffentlich fortsetzen kann, denke ich nicht, dass ich mir noch den Gesamtsieg holen kann. Faris ist schon nochmal eine Klasse (oder zwei) stärker, und Swen (startet 15 Sek. hinter mir) dürfte auch sehr stark laufen. So oder so werde ich mich auch noch ein drittes Mal auskotzen und von den beiden hoffentlich zu einem neuen PR getrieben werden. Pas de cadeaux!

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2 Antworten zu Tage der Wahrheit: Einzelzeitfahren

  1. wuwo schreibt:

    wow. sehr fein max. es freut mich, dass du dich immer noch weiter entwickelst!
    alles gute für heute!
    gif gas!
    yours,
    bro

  2. Markus Lichtenegger schreibt:

    Hallo Max,
    ich ziehe den Hut! Grandiose Leistungen in allen 3 Disziplienen.
    Alles Liebe Markus

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