Funkyzeit mit Rocco: Selbstgemachte Powerbars

Manchmal ist es halt doch besser, wenn man es sich selbst macht. Und genau deshalb darf die altbewährte Rubrik “Funkyzeit mit Rocco” wieder auferstehen. Heute geht’s in die Küche.

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Ich bin weiß Gott kein Nerd, der jede Reg-Einheit mit Iso und Gels bestreitet. Die meisten Rennen fahre ich einfach mit verdünntem Apfelsaft. Essen im Training (und meistens ist das bei mir Snickers und Cola) ist aber das simpelste Doping, das man sich vorstellen kann: Es steigert die Leistung spürbar, ist überall verfügbar und völlig legal. Wenn man ohnehin ständig mit halbleeren Kohlenhydrat-Speichern unterwegs ist, und selbst diese nach dem morgendlichen Schwimmtraining entlerrt hat, kann man sich ausmalen, wieviel Qualität man am Nachmittag noch erbringen kann.

Dass in Riegelform gepresst Kunstprodukte weder ernährungstechnisch noch finanziell langfristig erfolgversprechend sind, kann man sich denken. Also habe ich mir aus dem Internet einige Anregungen geholt und – Voilà! – fertig sind Roccos Riegel der Glückseligkeit. Für ein Backblech (24 Riegel) braucht man folgende Zutaten in chronologischer Reihenfolge:

  • 2 große Bananen
  • 6 mittlere Erdäpfel, gekocht und kleingeschnitten
  • ZERSTAMPFEN UND ZUSAMMENMIXEN, DANN DAZU:
  • 360 ml Honig (Fruktose und Glukose im perfekten Verhältnis)
  • 2 geh. TL Salz
  • 4 EL Zimt (Insulin-ähnliche Wirkung auf Blutzuckerspiegel)
  • 2 Eiklar und 1 komplettes Ei (Proteine!)
  • ALLES ZUSAMMEN DURCHMIXEN.

  • DANN IN EINER SEPARATEN SCHÜSSEL MISCHEN:
  • 300 g Haferflocken (die geshredderten; ich jage sie zusätzlich nochmal kurz durch den Mixer)
  • 160 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver (für 500 g Mehl)
  • 200 g Rosinen (oder kleingeschnittenes Trockenobst; eher keine Pflaumen oder Feigen)
  • 70 g Walnüsse gerieben (oder andere Nüsse, z.B. Haselnüsse oder Mandelsplitter)

Die trockenen Zutaten in der zweiten Schüssel gut durchmischen und dann in die andere Schüssel leeren; gründlich zusammenmischen. Die Konsistenz sollte an Powerbars bei 35° C erinnern…

Backblech mit Backpapier belegen, Masse darauf verteilen und glattstreichen (nasse Hände erleichtern das Glattstreichen drastisch). Ca. 50-60 min bei 160° C (Umluft) backen. Lieber etwas länger, damit die Riegel nicht teigig bleiben.

Danach in Riegelform schneiden und auskühlen lassen. Anschließend einzeln in Alufolie wickeln und ins Gefrierfach geben. So halten sie sich recht lange, und frisch aus dem Gefrierfach brauchen sie im Trikot keine 30 min zum Auftauen.

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13 Antworten zu Funkyzeit mit Rocco: Selbstgemachte Powerbars

  1. Karl Distl schreibt:

    Geile Sache! Hab ich mir auch schon mal überlegt zu machen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das lange Backen einen Einfluss auf die Nährstoffe der Zutaten hat? Bei den Nüssen werden durchs Rösten zumindest die Fettsäuren von gesund auf ungesund umgebaut. Schmecken tuns jedenfalls sicher geil!

    • Rocco schreibt:

      Naja, von nem Teigklumpen im Trikot wirst halt wenig haben *g* backen wirst es schon müssen. Und bei 1,5-2 kg Teig werden 70 g erwärmte Nüsse keinen Herzinfarkt verursachen

  2. don tango schreibt:

    hast du normal-mehl genommen oder vollkorn? würde fast vollkorn nehmen zur insulinstabilisierung.
    haferflocken vielleicht vorher ein paar stunden wassern?
    u. bei den erdäpfeln tu ich mir mental etwas schwer. was gäbs mit ähnlichem stärkeanteil!? eventunnel reismehl.

    • Rocco schreibt:

      Normal-Mehl reicht vollkommen. Glaub nicht, dass feinst zermahlenes VK-Mehl soooo viel langsamer aufgenommen wird. Generell wollte ich den Ballaststoff-Anteil niedriger halten. Natürlich kannst 50 g Leinsamen extra reinwerfen, aber ich hab keine Lust, immer mit Taschentüchern laufen zu gehen, weil mein Verdauungstrakt nach den Riegeln am Explodieren ist. Vollkorn etc ist was fürs Frühstücksmüsli und die generelle Ernährung. Beim Training brauchst eher was Leichtes.

      Haferflocken würde ich nicht wässern. Erstens wird die Konsistenz des Teiges vermutlich zu dünnflüssig und du wirst 5 h lang backen müssen. Zweitens aber sind das eh schon die zerkleinerten Haferflocken (vgl. “Quaker Quick Oats”), die ich nochmals kurz durch den Mixer jage. Damit saugen die sich eh schnell mit der Flüssigkeit im Teig (Honig, Banane, Erdäpfel) an.

      Die Erdäpfel fallen ned negativ auf. Schmeckst überhaupt ned, probiers einfach mal aus. Ist auch mal ne andere KH-Quelle als die Milliarden kg Weizen, die wir heutzutage essen. Kannst aber bei Bedarf statt den Erdäpfeln auch zwei Süßkartoffeln nehmen.

      • don tango schreibt:

        na wenn ich laufen geh ess ich sowieso keine riegel auch net am rad vorher. da muss die proteinzufuhr über schwebeinsekten ausreichen.

  3. Armin schreibt:

    Wirklich lässiges Rezept, habs gestern ausprobiert.
    Nur der Duft, der nach dem Backen in der Wohnung ist, wirkt sich negativ auf den Riegelbestand aus…

  4. Stefan Straka schreibt:

    Lässiges Rezept, danke fürs Veröffentlichen! Habs auch schon probiert – die Dinger sind wirklich gut. Noch eine Frage (nachdem du quasi Urheberrechte hast :-)): Hast du was dagegen, wenn das Rezept auf der Homepage unseres Vereins veröffentlicht wird?

  5. Jakob schreibt:

    hey super rezept musst ich doch gleich mal ausprobieren
    ich befürchte nur die werden nicht lange halten

    ach ja eine kleinigkeit habe ich noch abgeänder und zwar habe ich ein bischen weniger harferflocken genommen und statt dessen cocosraspeln rein gehauen in anlehnung an meine frühere lieblings powerbar sorte Caffeinated Coconut Crisp (gibts die eigentlich noch war doch irdentwie so ne limitierte sachen im design des TdF bergtrikots)

  6. Dieter Zirnig schreibt:

    danke für’s rezept! die riegel sind grad fertig geworden und warten auf ihren morgigen einsantz: http://sugarmelon.posterous.com/56946553 danke und lieber gruß!

  7. Pingback: Rezept: Banana Bread - Triathlon Community - triathlon.de

  8. Pingback: Update zum Powerbar-Rezept | Max Renko | Profi-Triathlet & Velosoph

  9. Dominik schreibt:

    hey vielen dank für das tolle rezept, habs inzwischen mehrfach gekostet und werd heute selber backen! um einiges besser als das übliche zu kaufende zeug (powerbar & co).

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