In Vorbereitung für mein Ironman-Ersatzprogramm Zürich stand am vergangenen Wochenende als letzter Test die Kurzdistanz in Mürzzuschlag am Programm. Mit fünf Minuten Vorsprung auf Dejan Patrcevic durfte ich das formidable Kuchenbuffet als Erster plündern. Mit vollem Bauch und viel Selbstvertrauen blicke ich nun rüber ins Land des Emmentalers.
Gernot Greylinger macht keine halben Sachen. Wenn das Triathlon-Urgestein, auch Mr. “Lanzarote – Klagenfurt – Hawaii” oder auch “David Bryan des Triathlons” genannt, und sein Fun-Sports Tri Team einen Wettkampf veranstalten, dann stets aus vollem Schrot und Korn. Mürzman Extrem Duathlon, Wintertriathlon und eben den Mürz Triathlon – alles noch echte Rennen. Mir taugt sowas viel mehr als Rennen, bei denen 1500 m stromabwärts geschwommen, 40 km bergab gefahren und 10 km auf dem Fließband gelaufen werden.
Das Schwimmen ohne Neo war ganz ok für mich, ich kam als Fünfter an Land. Ein anderer Einteiler (2XU Elite Suit mit Zipp hinten) wäre vielleicht schneller gewesen, aber der weiße Long Distance Suit sieht einfach so gut aus. Lieber schnell ausschauen als schnell sein, sozusagen.
Allzu weit hinten war ich aber ohnehin nicht, und so gab ich meinem Mr. T mit den neuen Xentis Mark2 TT eifrig die Sporen. In einem Tal ging es leicht wellig und tendenziell bergauf mit leichtem Gegenwind. Zugegebenermaßen, viel besser hätte ich es mir nicht aussuchen können, das sind die Verhältnisse, wo ich meine Stärken ausspielen kann. Tief in die Aeroposition und dicke Gänge drücken bis zur Wende, und retour phasenweise 53×12 voll ausdrehen. Keine Abfahrt, keine Erholpause.
Beim zweiten Wechsel habe ich fünf Minuten Vorsprung auf Dejan Patrcevic. Hat wohl auch seine Vorteile, wenn man im Winter fünf Monate Laufpause hat und nur Radfahren kann. Doch jetzt beim Laufen würde sich zeigen, wieviel ich davon ins Ziel retten konnte. Wie eingangs erwähnt war ich bei einem Rennen der Vollfettstufe, folglich war der finale 10er beinahe schon ein Crosslauf über unebene Wiesen und Schotterwege, ständig auf und ab. Die Beine waren zwar schon ein wenig müde, aber ich konnte den Vorsprung halten und in 1:52:06 gewinnen. Den Lauf absolvierte ich in 35:26. Das wird die Brownlees zwar nicht schockieren, ich persönlich bin aber sehr zufrieden damit.
Man muss natürlich das Ergebnis ein wenig relativieren. Der Mürz Tri ist ein super Rennen und gehört zum Österr. Cup, war aber sicher kein WM-Rennen. Nichts desto trotz ist Dejan ein guter Gradmesser mit zahlreichen Top-Resultaten. Als ich ihn in der Startliste sah, wusste ich, dass es kein gemütlicher Tag werden würde. Ich war hundemüde gewesen, hatte in der Woche davor zuwenig geschlafen (Uni-Prüfung, Freundin zum Ironman Austria begleitet und betreut, etc.) und bin am Rennmorgen einfach nicht auf Touren gekommen. Ich hatte zuerst null Lust, mich zu quälen. Insofern vielen Dank an Dejan und Co., dass sie mich doch noch dazu gebracht haben, den Motor vor dem Ironman Zürich nächsten Sonntag nochmals freizublasen.
Danke ebenfalls an das Fun-Sports Tri Team! Es war wie immer ein super Rennen mit mörderischem Kuchenbuffet (nix Jomo-Fertigware – da wurde noch Hand angelegt!), wunderschönen aufwändig gemachten Glaspokalen und einer harten, aber herzlichen Strecke. Sollte man sich mal gegeben haben!










Wie beurteilst denn den Unterschied zwischen den Mark2 TT und den Mark1 TT: Bremsverhalten, Seitenwindanfälligkeit,…?
Von der Verarbeitung sehen beide absolut top aus – ua auch das Schnittmodell welches die Xentis Leute beim Wahnsinn in Kärnten mit dabei hatten – a Traum!
Bremsverhalten ist gleich, die Mark2 TT Bremsflanke wird ja im gleichen patentierten Verfahren bearbeitet. Seitenwindanfälligkeit ist das Stichwort – die Mark2 sind spürbar leichter zu handhaben. Liegt daran, dass 1.) die Speichen schmäler sind, und 2.) der Felgenquerschnitt komplett anders ist. Die Felge ist viel breiter (24,6 mm) und mit Reifen drauf im Querschnitt elliptisch(er). Das hat zur Folge, dass die Auftriebswerte zw. in Fahrtrichtung gesehen vorderer und hinterer Hälfte nicht mehr so unterschiedlich sind, und Wind damit weniger Einfluss auf das Vorderrad hat. Ist ein großer Schritt vorwärts (wobei ich mit den Mark1 TT auch ned schlecht fahren konnte…)
Super Leistung, echt schade dass es mit Kärnten net hingehaut hat. Schaust ziemlich austrainiert aus. Hoff die Form stimmt und du kannst wieder einmal zeigen was du wirklich drauf hast.
Gruß
Gratulation von den Simplon’s. Sieht ja nicht schlecht aus, nicht nur das Ergebnis sondern auch die Bilder. Körperfett scheint nicht mehr viel vorhanden zu sein und die Form dürfte stimmen für Zürich. Wir hoffen es klappt diesmal alles – auch im Wasser. Und schön braun bist du – würdest perfekt als Bademeister durchgehen
Alles Gute, Andreas
Danke Andreas, am Rad läufts echt sehr gut wieder. Beim Laufen wird man sehen. Das Gefühl ist gut, aber wirklich lange Läufe habe ich noch nicht unterbringen können. Mal sehen, wie sich das am Renntag auswirken wird. Wir sehen uns vermutlich am Dienstag! lg
Hey Max, Glückwunsch auch aus D’land. Das macht Lust auf den IM Zürich!
Erzähl doch mal bei Gelegenheit ein paar Worte zum Thema Ernährung. Du siehst ja wahnsinnig trocken aus. Respekt ! Wie machst Du das?
Gruß
Andi
Hi, eigentlich ist es ganz einfach: Viele Jahre trainieren und nicht mehr essen als man verbrennt. Mein Frühstück besteht aus 3-4 Kornspitz mit Nutella oder Brot mit Nutella, dazu ein Kaffee und Wasser. Nix Dramatisches, keine Goji-Beeren oder sonst irgendein superspecial-Zeug, das einem irgendeinen Blödsinn vorgaukelt. Wirklich auszaaht werde ich auch nur vor den großen wichtigen Rennen, weil da einfach viel Umfang UND viel Intensität im Lastenheft steht. Da reißt mir das Fett immer runter. Aber auch erst seit ca. 2 Jahren. Das ist glaub ich einfach eine Frage der Trainingsjahre. Als MTBer habe ich ja auch viel weniger Fettstoffwechseltraining gemacht. Jetzt im Triathlon mit den großen Umfängen geht das leichter, wobei es eben einige Zeit gebraucht hat.
Unterm Strich ists aber keine Spiezial-Ernährung. Einfach nur viel Training. Ohne Nutella und Schoko würd ich das ned schaffen.
Hallo Herr Renko,
ich habe gehört, dass Triathlon aus 3 Disziplinen besteht?
Können Sie mir dazu mehr erzählen?
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